Die Petrikirche ist der Mittelpunkt der Stadt und der Kirchengemeinde. Von Mai bis Oktober feiert die Kirchengemeinde sonntags um 10.00 Uhr hier die Gottesdienste und es gibt ein vielseitiges Konzertprogramm, die Wolgaster Sommermusiken. Etwa 40.000 Menschen jährlich besuchen die Kirche wegen verschiedenster Veranstaltungen, wegen ihrer Architektur, des Wolgaster Totentanzes, der Sarkophage der Pommernherzöge, um den Turm zu besteigen oder auch, um eine Zeit der Ruhe und Andacht zu finden.

Öffnungszeiten:

Die Kirchenöffnung wird ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern der Kirchengemeinde möglich gemacht. Für dadurch gelegentlich entstehende Abweichungen der Öffnungszeiten bitten wir um Ihr Verständnis. Herzlichen Dank.
 
Mai bis Oktober:
Mo.- Fr. von 10 bis 17 Uhr                                                                                                                                        Samstag: bis 14 Uhr
Sonntag: nach dem Gottesdienst bis 12 Uhr (letzter Einlass zur Turmbesteigung 1/2 Stunde vor Schließung)

In der kalten Jahreszeit können sich Besucher im Gemeindebüro am Kirchplatz 7 melden.
Die Kirchenbesichtigung ist kostenlos, die Turmbesteigung kostet 2,50 Euro, ermäßigt 1 Euro.
Führungen für Gruppen sind nach Anmeldung kurzfristig möglich. Ausgebildete Führer stehen bereit.

Kontakt: Gemeindebüro, Pastor Gabriel

Informationen zum Bauwerk

St. Petri gehört mit zu den wichtigsten Zeugnissen der Backsteingotik im Ostseeraum.

Die Kirche steht an dem Ort, an dem sich zu heidnischen Zeiten ein dem slawischen Schutzgott der Siedler "Gerovit" geweihter Tempel befand. Infolge der 2. Missionsreise des Bischofs Otto von Bamberg nach Pommern im Jahr 1128, bei der er auch Wolgast besuchte und durch die Edlen des Landes zu Pfingsten in Usedom die Annahme des Christentums beschlossen wurde, kam es auch in Wolgast zum Bau einer ersten, noch hölzernen Kirche.

Der Bau der dreischiffigen Basilika begann dann, aufbauend auf einem Vorgängerbau aus dem 13. Jahrhundert, um 1370 und wurde Anfang des 15. Jahrhunderts abgeschlossen. Der Chor wurde durch Kirchenbauten in Brandenburg und Stettin beeinflusst.

Spätestens seit 1415, als der erste pommerscher Fürst, Wartislaw VIII., in St. Petri bestattet wurde, diente die Kirche auch als Begräbnisstätte des Greifengeschlechts. Aus dieser Zeit sind die Reste der mittelalterlichen Malereien in den Gewölben und an den Pfeilern des Chorumgangs erhalten.

In den Jahren 1512, 1628 und auch 1713, als die gesamte Stadt (bis auf 3 Häuser) von den russischen Truppen unter Zar Peter I. in Schutt und Asche gelegt wurde, brannte die Kirche aus. Infolge eines Blitzschlages am 9. April 1920 kam es erneut zu einem Brand, bei dem auch die 80m hohe barocke Turmhaube herabstürzte. Die Laterne des Turmes wurde durch ein als Übergangslösung gedachtes Zeltdach ersetzt, welches der Kirche jedoch bis heute das ihr typische Aussehen verleiht.                                                                                                                                                          

Ebenso wurden dabei die Glocken und die Orgel zerstört. Fast 70 Jahe lang musste die kleine Buchholz-Orgel in der Nordkapelle genügen, bis die Kirche 1988 eine neue Sauer-Orgel bekam. Dieses Instrument hat eine Höhe von 81/2 m und umfasst 24 Register mit insgesamt 1607 Pfeifen.